Race across Austria – RACA – Workshop 2026
Author Falko Kunze

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Manchmal passt einfach alles zusammen. Der RACA Workshop 2026 (www.raceacrossaustria.com) war so ein Wochenende. Zwei Tage vollgepackt mit guten Gesprächen, wertvollen Einblicken und dem Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein. Und weil ich solche Wochenenden am liebsten von Anfang bis Ende auskoste, habe ich auch die Anreise nicht einfach dem Auto überlassen.

Die Anreise: 280 km, 3.200 Höhenmeter, klimaneutral

Klimaneutral bedeutet für mich: mit dem Fahrrad. Die Route führte mich durch die Salzburger Bergwelt, vorbei an den Seen des Salzkammerguts, durch Täler und über Pässe, die man mit dem Auto einfach nicht so erlebt. Landschaftlich war es schlicht traumhaft, eine dieser Touren, bei denen man zwischendurch anhält, sich umsieht und kurz vergisst, dass man eigentlich einen Plan hat.

Was das Wetter angeht: weniger traumhaft. In den frühen Morgenstunden zeigte das Thermometer bis zu −6 Grad. Finger weg vom Gedanken, das sei angenehm. Aber wer im Ultracycling unterwegs ist, weiß, dass Wetterbedingungen keine Ausreden sind, sondern Teil des Spiels. Man zieht mehr Lagen an und fährt weiter.

„Die Landschaft war traumhaft. Die Temperaturen brutal. Beides zusammen ergibt genau das, warum ich das hier mache.“

Der Workshop: Austausch auf Augenhöhe

Der Race across Austria Workshop war in jeder Hinsicht gut durchdacht. Am Samstagvormittag stand der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Steff Wagner und Pierre Bischof haben aus ihrer ganz persönlichen Trickkiste erzählt, aus dem, was sie in diesem Rennen erlebt, gelernt und durchgelitten haben. Solche Einblicke bekommt man nicht aus Büchern oder Youtube Videos. Das ist kondensiertes Rennerlebnis, direkt weitergegeben.

Was dabei besonders gut war: die Atmosphäre. Kein frontaler Vortrag, kein Präsentationsmarathon. Eher ein offenes Gespräch unter Menschen, die alle dasselbe etwas Verrückte vorhaben oder schon hinter sich haben. Fragen willkommen, Erfahrungen willkommen, Ehrlichkeit sowieso.

Runde, Carboloading und Lagerfeuer

Nachmittags ging es dann raus auf die Straße beziehungsweise den Schotter. Für alle Teilnehmer stand eine Gravel oder Rennradrunde auf dem Programm, je nach Vorliebe und Rad. Genau das Richtige nach einem Vormittag voller Input: einfach fahren, die Gegend genießen, Köpfe freiblasen.

Danach folgte das, was nach langen Ausfahrten immer eine gute Idee ist: ausgiebiges Carboloading.

Den Abend haben wir am Lagerfeuer ausklingen lassen. Es gibt kaum eine bessere Kulisse für gute Gespräche. Kein Programm, kein Ablaufplan, einfach zusammensitzen, reden und das Wochenende sacken lassen.

Sonntag: gemeinsames Frühstück und Abschied

Am Sonntagmorgen noch ein gemeinsames Frühstück, bevor sich alle wieder auf den Heimweg gemacht haben. Dieser letzte Programmpunkt klingt unspektakulär, ist aber in Wirklichkeit oft der wertvollste Teil. Nochmal in Ruhe reden, Kontakte austauschen, ein paar letzte Gedanken teilen. Ohne Zeitdruck, ohne nächsten Programmpunkt.

Ich habe an diesem Wochenende viele alte Freunde wiedergesehen, Menschen, mit denen mich das Ultracycling verbindet, und gleichzeitig jede Menge tolle neue Gesichter kennengelernt. Die Ultracycling Szene ist klein genug, um familiär zu sein, und groß genug, um immer wieder Menschen zu begegnen, die einen überraschen und inspirieren.

„So ein Wochenende lädt die Akkus auf. Nicht trotz der Strapazen, sondern genau deswegen.“

Wer überlegt, ob der RACA Workshop etwas für ihn oder sie ist: ja, auf jeden Fall. Egal ob du bereits weißt, dass du starten willst, oder noch am Abwägen bist. Die Kombination aus inhaltlichem Austausch, gemeinsamem Fahren und dem menschlichen Miteinander ist es, die dieses Format so besonders macht. Ich komme wieder.

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